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175.000 km
175.000 km sind es noch nicht, aber es geht erkennbar in diese Richtung. Mittlerweile ist es Juni 2011 und es ist fast 62 Monate oder 150.000 km her, dass ich mich für den RAV entschieden habe. Da vieles, was in meiner 100.000 km Zusammenfassung stand, immer noch zutrifft, finden sich in dieser Zusammenfassung Teile davon wieder.
Der RAV hat in der Zwischenzeit zwei weitere Inspektionen ohne Auffälligkeiten hinter sich gebracht. Das Ventilspiel wurde geprüft aber nicht verändert. Der Umbau des Flash-Lube zur gleichmäßigeren Verteilung scheint sich nun auszuzahlen.
Erwähnenswerte Defekte und Pannen gab es eigentlich nur zwei - wobei an der ersten Panne die Gasanlage schuld war. Das Steuergerät der Gasanlage hat sich beim Abklemmen der Batterie aufgehängt. Aus diesem Grund hat die Gasanlage sich nicht eingeschaltet und - wie es im richtigen Leben ist - war das Benzin dann auf der Autobahn alle. Nach einem Reset des Steuergerätes funktionierte alles wieder problemlos. Die zweite Panne, oder besser der zweite Defekt, war die Batterie, welche bei 145.000 km infolge sinkender Kapazität nicht mehr in der Lage war, den Motor zu starten. bei Kilometerstand 147.000 machte das Lichtmaschinenlager Laufgeräusche. Einzeln leider nicht erhältlich. Die komplette Lichtmaschine wurde im Austausch erneuert (was die Sache nicht grade günstiger machte). Für die Lichtmaschine Im Tausch, neue Spannrollen und unter Zuhilfenahme der Anschlussgarantie waren dann "nur" noch knapp 180 Euro zu berappen. Man muss sich dabei auf der Zunge zergehen lassen das eine neue Lima "ohne Alles" bei ca. 930 Euro laut Toyota Preisliste liegt. Für über 150.000 km eine recht kurze Auflistung von Problemen, die aufgetreten sind. Mängel, wie sie teilweise im RAV Forum www.jumy.de besprochen wurden, wie z.B. flatternde Motorhauben oder verlorene Blinkerabdeckungen, konnte ich nicht feststellen. Als Verbesserungsvorschläge für Toyota fallen mit auf Anhieb längere Sitzflächen, verstellbare und größere Kopfstützen sowie Xenon ein. Die serienmäßige Beleuchtung (kleine Scheinwerfer mit dicken Glaslinsen) mögen ja Stand der Technik sein, allerdings sollten dann auch die "Glühbirnen" hinter den Linsen eine entsprechende Lichtausbeute bringen. Da hat sich die japanische Ingenieurskunst aus meiner Sicht nicht mit Ruhm bekleckert. Dies konnte ich durch den Tausch der Glühbirnen gegen Xenonbrenner selbst feststellen. Ok, nicht erlaubt, aber bei richtig eingestellten Scheinwerfern ist die Blendgefahr des Gegenverkehrs nicht größer als mit den normalen Glühbirnen. Gleichzeitig steigt die eigenen Sicherheit, da Xenon ein klares und im Dunklen wesentlich besser ausgeleuchtetes Sichtfeld bietet. Der Verbrauch an Verschleißmaterial hielt sich bisher in engen Grenzen. Somit waren die bisherigen Kilometer kostengünstig. Durch Fahrten nach Schweden im Winter war ein Satz Winterreifen auf Felgen fällig. Diese hatten einen Streckenanteil von ca. 15.000km bisher. Die beiden Reifen an der Vorderachse wurden bei 125.000 km getauscht. Die beiden Reifen auf der Hinterachse wurden bei 150.000 km endlich gewechselt da der TÜV am Außenrand eine zu geringe Profiltiefe gemängelte. Auf den Laufflächen waren es immerhin noch 2 bis 2,2 mm. .Die Bremsbeläge rundum sind immer noch die ersten. Es bleibt zu überlegen, ob ich diese bei der nächsten Inspektion aufgrund des Alters tauschen lasse. Bei der letzten Inspektion wurde die Bremsscheiben bemängelt. Naja, nicht wegen Abnutzung sondern wegen Flugrostbildung auf den Scheiben. Kommentar der Werkstatt, mehr oder auch mal heftiger Bremsen sonst müssen bei der nächsten Inspektion definitiv die Scheiben und Beläge gewechselt werden. Beides seit der Auslieferung nicht erneuert. Wie in jedem gutem Krimi kommt das (für mich) beste zum Schluss: Die Übersicht der Kosten bei Gas und Benzin. Vorab, die Umrüstung hat sich für mich auf jeden Fall gelohnt und gerechnet. Dies und der problemlose Betrieb sind zum großen Teil der Werkstatt zuzuschreiben, die die Gasanlage eingebaut hat. Aber jetzt zu den Zahlen......Gesamtlaufleistung etwas über 150.000 km. Davon auf Gas ca. 140.000 km, die restlichen Kilometer mit Benzin. Da ich nicht unbedingt alles haarklein aufdröseln möchte, habe ich mit den Durchschnittswerten meiner "Buchhaltung" gerechnet. Dabei gehe ich von einem durchschnittlichen Benzinpreis von 1,42 Euro und einem durchschnittlichen Gaspreis von 0,51 Euro (Holland sei dank) aus.
140.000 km, Verbrauch 14420 Liter LPG (Durchschnittsverbrauch ca. 10,3 Liter/100km) 10.000 km, Verbrauch 870 Liter Benzin (Durchschnittsverbrauch ca. 8,7 Liter/100km) Kosten 7.354 Euro für Autogas Kosten 1.235 Euro für Benzin Bei reinem Benzinbetrieb wären es ca. 13050 Liter Benzin (8,7l/100km) gewesen die mit 18.531 Euro zu Buche geschlagen hätten. Das macht untem Strich und nach Abzug der Mehrkosten (Gasanlage, Ventilspiel einstellen, Flash-Lube....) eine Ersparnis von ca. 11.177 Euro. Wenn man dann vom "Fahrspaß" absieht, lohnt sich da ein RAV als Diesel nicht wirklich. Höherer Anschaffungspreis, höhere Versicherungsprämie und das Finanzamt hält bei der KFZ-Steuer die Hand auch etwas weiter auf. Das sind zusätzliche Kosten, die in meiner Aufstellung nicht eingerechnet sind, die aber über den Daumen gepeilt sicher noch einmal mit 1.500 Euro zu Buche schlagen. Zusammengefasst ist der RAV als Benziner immer noch ein problemloses, sicheres und günstiges Auto für mich. Der Benzinmotor und die zugehörige Technik sind, so wie die Dinge liegen, ausgereifter als beim Dieselmotor. Keine Softwareupdates (da gab es beim Diesel einige) und keine Probleme mit der Einspritzpumpe und deren Saug-/Hub Ventilen. Propezeite Probleme durch den Gasbetrieb am Zylinderkopf sind immer noch nicht erkennbar. Also einfach .... weiterfahren. Stand Juni 2011 |
| Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 09. Oktober 2011 um 08:12 Uhr |


