Heritage Springer Softail...

Auf dieser Seite findet Ihr einiges zu meinem anderen BoyToys. Es handelt sich um eine Heritage Springer Softail, Baujahr 1998. Ein Sondermodell zum 95 jährigen Jubiläum von Harley Davidson. Kein Einzelstück, aber ein aus der Jubiläumssedition stammendes Exemplar mit der Nummer 1681. Die Farbe ist ein dunkles "purple red". Wie bei allem, Geschmackssache.

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Da, wie es bei fast allen Harleys der Fall ist, selten etwas so bleibt wie es ist, habe ich im Laufe der Zeit angefangen, dieses und jenes anzuschrauben und dieses und jenes abzubauen. Angefangen habe ich mit den Sturzbügeln für die hinteren Taschen. Die sollten unbedingt dran. Nicht, daß ich dauernd umfalle, aber sicher ist sicher. Im Falle eines Sturzes, lieber die Sturzbügel verbiegen und austauschen als den Lacksatz und die Taschen. Da sind die Sturzbügel auf jeden Fall die preisgünstigere Alternative.

Das Nächste, was mir missfiel, war der große, eckige Gepäckträger. So massiv, daß man daran das Moped hochheben konnte. Aber..., wer will das schon. Und nicht unbedingt was fürs Auge. Also, Gepäcktrager und Soziuskissen runter und dann auf die Suche nach etwas Passendem gemacht. Im Zubehör gab es zwar dem Fender angepaßte Gepäckträger, aber in Verbindung damit mußten Löcher gebohrt werden. Dabei wäre dann der Soziussitz unwiederbringlich dahin. Keine praktische Lösung für mich. Meine Frau fährt zwar selbst eine 1200er Sportster Custom, aber man kann ja nie wissen, ob man im Notfall nicht doch mal einen zweiten Platz braucht. Somit blieb nur, wie zu erwarten war, eine teure Original-Lösung von Harley. Ein abnehmbarer Gepäckträger. Die Lösung ist in meinen Augen aber genial. Der Gepäckträger wird an den verlängerten Haltern der Seitentaschen eingehängt und an den hinteren Blinkerhalterungen eingeklinkt. Eine Sache von 30 Sekunden. Wenn das Soziuskissen montiert werden soll, den Gepäckträger abklipsen, das Kissen am Fahrersitz einhängen und mit einer Schraube befestigen. Alles in allem eine Sache von einer Minute.

springer_12 Eine zum Träger passende Tasche mußte dann noch her, nicht unbedingt sehr groß, aber zumindest für Regenkombi und Werkzeug bestens geeignet. Die Teile aus dem Zubehörhandel, sowohl Gepäckträger als auch Tasche, sind preislich sicher günstiger, aber auch weniger durchdacht. Wobei ich nicht sagen will, dass die Qualität schlechter ist als bei den original Harley-Teilen.

Und zu guter letzt für viele ein Reizthema: Auspuff und die damit verbundene Lautstärke. Die original Tüten klingen wie ..."nichts". Dem deutschen TÜV und Lärmschutz sei Dank. Aus meiner Sicht klingen die Dinger weder nach Harley noch nach irgend etwas anderem. Also, den original Auspuff runter und zwei offene Fishtails drangeschraubt. Recht dumpf blubbernd, aber nicht so, dass man von Nachttopf fällt. Das hat nun ein Jahr ohne Probleme mit den kleinen grünen Männchen funktioniert. Man sollte es nur nicht übertreiben. Um aber halbwegs legal unterwegs zu sein, habe ich versucht, die Fischtails im Fahrzeugschein eingetragen zu bekommen. Also los ging die Suche nach einen Schrauberladen, der in der Lage ist, das ganze zu bewerkstelligen, ...und ich hab sie wirklich eingetragen bekommen, mit 98 db. Das paßt zwar nicht 100%ig ... aber wenn man dem Ohr des TÜV-Prüfers glauben kann, ist es gerade wenig genug, um möglichen Ärger zu vermeiden. Und das typische Blubbern schreckt nicht gleich jeden Nachbarn ab, so dass er einen nicht mehr auf der Straße kennt.

Sonst sind an und für sich nur noch Kleinteile angebaut worden. Öldruckmesser, Lampenschirme, Abdeckungen für die Zylinderkopfschrauben. Eben das, was mir persönlich gut gefällt. Über Sinn oder Unsinn läßt sich sicher streiten. Bei einer Harley zählt in den meisten Fällen mehr der persönliche Geschmack der Besitzers als der praktische Nutzen. Deshalb ist bei diesen Mopeds nach einiger Zeit wahrscheinlich keines mehr so, wie es irgendwann mal im Laden stand.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 12. März 2010 um 15:45 Uhr